Diese Frage kennen Sie sicher von der Fleischtheke in Ihrer Fleischerei oder im Supermarkt, wenn etwas zu viel Wurst auf der Waage liegt. Für uns hat der Satz noch eine andere Bedeutung.

Denn für nur 30 Cent mehr pro Kilogramm Schlacht­gewicht können wir für unsere Saalower Kräuterschweine eine Menge auf die Beine stellen: Mehr Tierwohl aus Respekt vor den Lebewesen und für einen besseren Fleischgeschmack.

Deshalb geben Sie für Produkte aus unserem Saalower Kräuterschwein ein kleines bisschen mehr aus. Und wir sorgen dafür, dass dieses „Mehr“ direkt bei den Saalower Kräuterschweinen ankommt.

Wir haben bereits mit der Änderung der Schweine­haltung angefangen. Unterstützen Sie unsere nächsten Schritte für mehr Tierwohl durch den Kauf von Produkten aus dem Saalower Kräuterschwein.

Mehr Platz im Stall

In einem ersten Schritt haben wir die Zahl der Tiere pro Bucht verringert. Saalower Kräuter­schweine haben dadurch 10 Prozent mehr Platz, als es der Gesetz­geber vorschreibt. Wir erfüllen damit die Bedingungen für die Schweine­­haltung der Initiative Tierwohl des Deutschen Tierschutzbundes.

Hier möchten wir aber noch viel weiter gehen und planen die Umwandlung in einen Aktivstall mit viel mehr Platz.

Keine Medikamente

In vielen Schweine­mast­­betrieben werden Medikamente wie Antibiotika bereits prophylaktisch ins Futter gegeben. Unser Futter besteht hingegen nur aus hochwertigen Nahrungs­­mitteln und enthält keine Medikamente. Weil wir das Futter selbst mischen, können wir das garantieren.

Wenn überhaupt Medikamente zum Einsatz kommen, dann für einzelne Schweine, die krank sind, und nur unter tier­­medizinischer Aufsicht. Das ist sehr selten der Fall.

Selbstgemischtes Futter

Anders als die meisten Schweine­­mast­­betriebe mischen wir unser Futter selbst. Dadurch wissen wir immer ganz genau, was unsere Schweine zu fressen bekommen. Wir können das Futter genau für die Bedürfnisse der Tiere zusammenstellen.

Geschlossener Kreislauf

Die anfallende Schweinegülle wird an die benachbarte Biogas­anlage abgegeben. Dort wird Biogas und Strom produziert. Mit der Wärme, die dabei entsteht, heizen wir den Schweine­stall. Das Biogas­gär­substrat wandert als wertvoller organischer Dünger wieder auf unsere Felder.

Futter aus eigenem Anbau

Das Futter für unsere Saalower Kräuter­schweine kommt aus unseren eigenen drei Betrieben oder wird von den direkt benachbarten Betrieben zugekauft. Es stammt also aus der unmittelbaren Umgebung.

In unserem Getreide sind viele Kräuter­samen enthalten – z. B. Kornblumen, Kamille, Mohnblumen. Unsere Schweine lieben dieses Kräuter­futter und fressen es mit großem Appetit. Und weil sie dadurch selbst so gut schmecken, nennen wir sie Saalower Kräuterschweine.

Abwechslungs­reiches Spielzeug

Schweine lieben Beschäftigung. Damit es den Saalower Kräuter­schweinen nicht langweilig wird, haben wir die unter­schied­lichsten Spielzeuge, Bälle und Beißringe im Einsatz und tauschen diese zur Abwechslung regelmäßig aus.

Hier möchten wir aber noch viel weiter gehen und planen die Umwandlung in einen Aktivstall. Hier haben unsere Kräuter­schweine dann auch jede Menge Stroh, in dem sie sich Leckerlis suchen können.

Ohne Gentechnik

Weil wir unser Futter unter Kontrolle haben und größtenteils selbst anbauen und mischen, wissen wir auch, dass es keine gentechnisch veränderten Bestand­teile enthält. Den Einsatz von gen­technischen Methoden in der Land­wirt­schaft lehnen wir grundsätzlich ab.

Gehen Sie mit uns die nächsten Schritte für mehr Tierwohl im Saalower Schweinestall!

Eigene Schlachtung

Unsere Kräuterschweine lassen wir derzeit von der Fleischerei Lehmann schlachten, die ihren kleinen Familien­­betrieb im Nachbardorf hat. Dadurch entfällt für unsere Schweine der Stress langer Transporte. Dass unsere Schweine bei der Schlachtung gut behandelt werden, wissen wir, weil wir Familie Lehmann seit Jahren kennen.

Eine eigene Schlachtung für unsere Kräuter­schweine ist im Aufbau. Ab 2019 sollen unsere Schweine dann auf dem eigenen Hof geschlachtet werden.

Auslauf im Garten

Bisher haben unsere Schweine zwar Tageslicht, stehen und liegen aber den ganzen Tag im Stall. Bei einer kleinen Gruppe Kräuter­schweine möchten wir das als nächstes ändern. Sie bekommen einen eigenen Vorgarten, in den sie hinaus­laufen können. Dabei wollen wir Erfahrungen sammeln, um später den ganzen Stall umzustellen.

Für einen offenen Schweinestall brauchen Mast­betriebe unter anderem aus emissions­­rechtlichen Gründen übrigens eine spezielle Genehmigung. Darum bemühen wir uns bei den zuständigen Behörden.

Saalower Aktivstall

Aus allen Erfahrungen, die wir bei der Umstellung einzelner Bereiche sammeln, entwickeln wir das Konzept für unseren Saalower Aktivstall. Darin stellen wir die Schweine­haltung auf große Gruppen um.

Der Schweinestall bekommt verschiedene Bereiche zum Fressen, Ausruhen und Schlafen, Auslauf und zum Spielen und Stöbern im Stroh. Dabei entstehen große Bereiche ohne Spalten­boden. Unsere Schweine suchen sich selbst aus, wo sie sich am liebsten aufhalten. Zukunftsmusik? Sie haben es als Verbraucher selbst mit in der Hand!

Auf den Ringelschwanz kommt es an

Woran erkennt man gute Haltungs­bedingungen bei Schweinen? Ein wichtiger Indikator ist der Ringel­schwanz des Schweins. Bei schlechten Haltungs­bedingungen, Enge und zu wenig Beschäftigung beginnen Schweine, sich gegenseitig die Ringel­schwänze abzubeißen. Herkömmliche Betriebe kopieren daher schon die Schwänze der Ferkel, anstatt etwas an der Haltung zu ändern. Wir gehen einen anderen Weg.

Die meisten unserer Ferkel kommen mit ihrem natur­gegebenen Ringelschwanz zu uns. Der Ringelschwanz zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Unsere Saalower Kräuter­schweine haben durch mehr Platz, Beschäftigung, gutes Futter und gute Haltung nicht mehr das Bedürfnis, ihre Artgenossen anzunagen.

Wissenswertes zum Spaltenboden

Solange wir noch keinen Aktivstall haben, stehen unsere Schweine auf einem Spalten­boden. Hier können wir die Tiere sauber und hygienisch halten. Mit unserem Spalten­boden kommen unsere Schweine sehr gut zurecht. In vielen anderen Mast­betrieben leiden Schweine an Gelenk­entzündungen, da die Spalten zu breit sind oder sie zu lange stehen müssen. Das ist bei uns nicht der Fall, auch weil bei uns genug Platz ist, damit sich die Schweine hinlegen können.

Mit der Umstellung auf den Aktiv­stall werden wir schon bald den Spalten­boden sehr stark reduzieren. Die Tiere können dann ihren Fress-, Liege- und Kot­bereich selbst wählen.

Mit jedem Stück Fleisch und mit jedem Produkt aus dem Saalower Kräuterschwein unterstützen Sie uns auf dem Weg zu mehr Tierwohl. Finden Sie jetzt einen Fleischer oder Supermarkt in Berlin und Umgebung, bei dem Sie Saalower Kräuterschwein kaufen können.

Fleischerei Lehmann

Bahnhofstraße 8
14959 Trebbin
033731 / 170 09
kontakt@fleischerei-lehmann.com

Agro Saarmund

Zur Agro 3
14558 Nuthetal OT Saarmund
033200 / 853 38
agro-saarmund.de